Freitag, 19. März 2021

Der Zeugen Jehovas-Blogger "Fossilisus" erklärt, warum Jehovas Zeugen die wahre Religion seien


Zeugen Jehovas sollen lt. klaren Anweisungen keine eigenen "evangelistischen" Websites betreiben. Dennoch fühlen sich in Deutschland gleich zwei Zeugen Jehovas dazu berufen, einen anonymen Blog zu betreiben, auf dem sie ihren Glauben verteidigen. Hin und wieder gucke ich darauf, um ein bisschen zu reflektieren. Auf einem der Blogs namens "Verteidigung eines unpopulären Glaubens" schreibt der Autor zum Thema wahre Religion im Kommentarbereich:

"Wie in meinem Artikel beschrieben kann man die Christenversammlung von damals nicht 100-prozentig mit der Christenversammlung von heute gleichstellen. Wie sollte man wahre Christen heute erkennen, wenn es keine Wundergaben mehr gibt die es eindeutig machen?
Kurz vor seinem Tod nannte Jesus ein bleibendes Kennzeichen, durch das man seine wahren Nachfolger identifizieren könnte. Er sagte: „Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe unter euch habt“ (Johannes 13:35). Interessanterweise steht in demselben Vers, in dem angekündigt wird, dass die Wundergaben aufhören werden: „Die Liebe versagt nie“ (1. Korinther 13:8).
Unter den neun Bestandteilen der „Frucht“ des heiligen Geistes Gottes steht die Liebe an erster Stelle (Galater 5:22, 23). Somit würden sich alle, die wirklich Gottes Geist — also seine Unterstützung — haben, durch echte Liebe auszeichnen. Der dritte Bestandteil der Frucht des Geistes ist übrigens Frieden. Daher müssten diejenigen, die heute über den heiligen Geist verfügen, den Frieden fördern und sich deutlich von Fanatismus, Rassismus und Gewalt distanzieren.
Nun noch einmal zu Apostelgeschichte 1:8. Jesus sagte ja voraus, dass seine Jünger Kraft empfangen würden, um „bis zum entferntesten Teil der Erde“ Zeugen von ihm zu sein. Das würde so weitergehen, „bis das Ende dieser Welt gekommen ist“ (Matthäus 28:20, Hoffnung für alle). Folglich sollte das weltweite Predigen bis heute ein Kennzeichen derer sein, die wirklich die Kraft des heiligen Geistes empfangen haben.
Hinter wem steht der heilige Geist heute? Welche Personengruppe entfaltet die Frucht dieses Geistes — besonders Liebe und Frieden — so konsequent, dass sie sich weigert Waffen zu tragen, selbst wenn das staatliche Repressalien zur Folge hat? (Jesaja 2:4). Welche Gruppe kämpft bewusst gegen die Werke des Fleisches wie sexuelle Unmoral und entfernt reuelose Sünder sogar aus ihrer Mitte? (1. Korinther 5:11-13). Wer predigt rund um den Globus die gute Botschaft von Gottes Reich, der einzigen Hoffnung für uns Menschen? (Matthäus 24:14)."

D.h., dass seiner Meinung nach allein schon deshalb, weil Jehovas Zeugen die einzige Religion seien, die in dieser Größe geschlossen apolitisch, jeglichen Kriegs- und Militärdienst ablehnend, klar antirassistisch und die biblische Sexualmoral einhaltend ist, dies ein eindeutiger Beweis sei, dass dies die einzigartige und einzige wahre Religion ist, die von Gottes Heiligem Geist geleitet wird. Diesen Gedanken finde ich sehr erstaunlich, denn er zeigt einem Außenstehen die innere Gedankenwelt, die ein Zeuge Jehovas Tag für Tag hat. "Es gibt doch keine Alternative, wenn man nach der Bibel leben will. Die anderen tun es ja nachweislich nicht." Selbst der "Ausschluss" für Gründe, die gar nicht in der Bibel stehen wird hier als Beweis für Leitung Gottes gesehen, da niemand sonst diese Konsequenz habe. Besonders stolz ist man auf das "weltweite Predigtwerk", das besonders davon beflügelt ist, dass es wöchentlich eine extra Zusammenkunft zum Lernen von Methoden für den "Haus zu Haus-Dienst" gibt und am Ende des Monats jeder aktive Zeuge Jehovas einen "Predigtdienstbericht" abgibt, auf dem er u.a. die Stundenanzahl notiert, die er in diesem Monat aufgewendet hat, um diesen Dienst zu tun. Wenn die Stundenanzahl unter dem Schnitt liegt (in Deutschland sind es 9h pro Monat), wird früher oder später ein Gespräch zur "Ermunterung" gesucht. Aber im Ergebnis haben sie es dadurch geschafft, dass jeder ihren "Predigteifer" wahrnimmt und bewundert. Und so wird jeden Tag die Alternativlosigkeit gedanklich heruntergebetet, besonders, wenn anderen den eigenen Glauben anzweifeln. Petrus Wort "Herr, wohin sonst sollen wir gehen?" wird im Wachtturm offiziell auf die Zugehörigkeit zur Organisation der Zeugen Jehovas angewendet.

Ich kann nur empfehlen, wann immer man die Gelegenheit hat, mit Zeugen Jehovas über biblische Lehre zu sprechen und ihnen direkt anhand der Bibel die eigenen Glaubensansichten zu begründen, die in vielen Bereichen massiv von denen der Zeugen abweichen, damit der Heilige Geist durch sein Wort wirken kann und er die Augen öffnet, dass sie in einer pharisäisch ausgelebten Illusion leben und Gottes Blick auf ihre Lehren und ihre Organisation ein ganz anderer ist.

Samstag, 16. Januar 2021

Florian Homm und die Marienbotschaften

Florian Homm, seines Zeichens Milliardär durch seinen Hedge-Fonds, hat nach seinem 9-monatigen Gefängnisaufenthalt in Italien eine Kehrtwende hingelegt. Wie er an mehreren Stellen berichtet, wäre es ein Leichtes für ihn, wieder Geld zu verdienen, aber er hat sich bewusst dazu entschieden, lieber in Wohltätigkeit aufzugehen. Dazu wurde er durch persönlichen Botschaften der "Gottesmutter Maria" und auch das Buch "Die Botschaften der Barmherzigkeit der Jesusmutter Maria für die Welt" bewegt.

Weil es so interessant ist, dass ein solcher Wirtschaftstitan plötzlich seine Spiritualität und Karitativität entdeckt und auslebt, möchte ich einige Bemerkungen aus meiner biblischer Sicht anbringen:

  • Laut Bibel ist Maria keine Mittlerin zwischen Menschen und Jesus. Sie hat auch nicht die Macht Botschaften zu versenden.
  • Als Quelle der vielfachen Botschaften, die Maria zugeschrieben werden, kommen in Betracht: Dämonisch Einflüsse, eigene Fantasie und Fehldeutungen und tatsächlich göttliche Offenbarungen (was ich zwar nicht glaube, aber wer vermag dem Herrn zu sagen, was er tut und dass ich alles recht verstehe?)
  • Es mag die Gefahr bestehen, dass durch eine Überbetonung von Maria und einige katholische Lehren der Mensch nicht errettet ist, weil er das Evangelium weder erfasst noch angenommen hat, sondern nur etwas, das er zwar für das Evangelium hält, aber kein rettender Glaube ist.
  • Bestimmte katholische Auswüchse können ein System des Satans darstellen, Menschen in religiöser Sklaverei zu halten und weit weg von der Freiheit der Kinder Gottes.
  • Im persönlichen Gespräch vermute ich, würde ich gemeinsame Nenner mit Florian Homm finden und es würde mich sehr interessieren, wie er zu bibeltreuen Positionen steht, die er offenbar nicht hat, wenn ich seine Worte richtig verstanden habe.

Mein sehnlicher Wunsch für Florian Homm ist, dass er, falls er es bislang nicht hat, das Evangelium Jesu Christi erkennt und annimmt und dafür brennt und lebt, so wie er aktuell für dieses Marienbotschaftenbuch brennt. Und wer weiß, vielleicht führt es Gott ja so, dass ich mich eines Tages tatsächlich mit ihm unterhalten kann.

Sonntag, 29. März 2020

Neues Projekt: Fragen und Glauben

  • Ich suche ein Buch, das markante biblische Lehren anhand der Bibel begründet - von Hölle über Vorherbestimmung bis Dreieinigkeit. Gibt es sowas? (Ja, es nennt sich "Dogmatik" :) )
  • Wenn ich mir genau einen Bibelkommentar ins Regal stellen möchte - welcher sollte es sein?
  • Gibt es eigentlich ein empfehlenswertes Gesamtwerk zum Thema "Evolutionstheorie aus christlich-biblischer Sicht"?
  • Welche deutschen Bibelübersetzungen sind die besten für einen glaubenden Christen?
  • Ich möchte einfach nur ein paar spannende Vorträge aus christlich-biblischer Sicht hören. Aber wo finde ich die?
  • Welche Videos rund um die Bibel sind besonders herausragend und empfehlenswert?
Diese Fragen setzen eine schwere und harte Suche in Gang. Die Herausforderung ist, dass es augenscheinlich so viele verschiedene Strömungen und Sekten gibt, dass es schwer ist, noch von "gut und schlecht" zu unterscheiden. Daher ist das Projekt "Fragen und Glauben" entstanden: Eine (möglichst) perfekte, kompakte Minibibliothek für alle Menschen, die an Jesus Christus glauben und ihren Glauben vertiefen wollen oder die sich kritisch mit der bibeltreuen Position beschäftigen möchten und eben nicht Extrempositionen wälzen wollen, sondern einfach nur Werke von Menschen, die die Bibel für voll nehmen und denen man zurecht den Stempel "bibeltreu" und "bibelzentriert" geben kann.

Dienstag, 24. Dezember 2019

Auf der Hochzeit wiedergeborener Christen


Auf der Hochzeit christlicher Fundamentalisten

Äh ich meine natürlich wiedergeborener Christen

Ich selbst bin gar nicht so lange ein wiedergeborener Christ. Daher habe ich noch nie eine Hochzeit zweier bekennender Christen mit lebendigem Glauben miterlebt. Diese Erfahrung hat mich nachhaltig beeindruckt. (Mit "wiedergeboren" ist hier ein bibeltreuer, lebendiger Glaube ohne Zusätze gemeint, der das Leben des Gläubigen nachhaltig prägt und ihm die Gewissheit schenkt, ein Kind Gottes geworden zu sein.)
Pseudochristlich halb evangelisch, halb als Zeuge Jehovas aufgewachsen war ich als junger Erwachsener erst selbst einer, bis ich ausstieg. Übrig blieb ein Mensch mit kaum sozialen Kontakten und depressiven Phasen. Von der Persönlichkeit her eigentlich sehr wissbegierig und belesen, las ich über 2, 3 Jahre lang gar nichts mehr. Das Leben langweilte mich und hatte mich gebrochen. Vom Naturell her ein zum Atheismus neigender Skeptiker sah ich trotzdem zu viel in mir, in der Welt und in der Natur, das mich davon überzeugte, dass es etwas Höheres geben muss, dass wir nicht nur das Resultat atheistischer Zufallsmechanismen sind. Aber es erschien mir höchst zweifelhaft, das Alte Testament und die paulinischen Briefe für voll zu nehmen. Nur in den Evangelien, in den Worten Jesu, fand ich einen göttlichen Lichtstrahl, an den ich glaubte. Im Resultat war ich ein Christ ohne Frucht und wohl auch ohne echtem Glauben. (Interessanterweise betete bei meiner offiziellen Gemeindemitgliedschaftsaufnahme ein Bruder, S., dafür, dass er so dankbar ist, dass Gott mich mit diesem gewissen Grundglauben, den ich hatte, zu sich zog und Gott mich letztlich ein Suchender und Fragender bleiben ließ und mich nicht zum verbitterten Ungläubigen machte.)
Erst als ich feststellte, dass die gesamte Bibel wirklich Gottes Wort ist und es sogar einer rationalen Untersuchung und Hinterfragung standhält und dass ich nicht mein Hirn abgeben muss, um zu glauben, suchte ich Gott und er nahm mich an. Ich bekannte meine Sünden und lud Jesus Christus in mein Leben ein. Fortan änderte sich mein Leben. Ich hätte nie gedacht, dass ich freiwillig auf gewisse Dinge im Leben verzichten würde, nur weil ich meinem Vater im Himmel nahe sein will und ihn gefallen möchte. Aus einem fruchtlosen, irgendwie Gläubigen wurde ein wiedergeborener Christ, der Frucht brachte (also an dessen Leben sichtbar wurde, dass er nun ein neues Leben von Gott bekommen hat).
Und vor diesem Hintergrund ereignete sie sich also: Die erste wirklich christliche Hochzeit, die ich je erlebte. Ich will zumindest an dieser Stelle nicht darauf eingehen, wie Hochzeiten bei Jehovas Zeugen ablaufen, sondern mehr darauf, wie die Hochzeit zweier Wiedergeborener ablief.

Die Trauung fand in einem christlichen Gemeindegebäude statt, das einer bibeltreuen Gemeinde gehört, die bund- und blockfrei sind und von der Ausrichtung her irgendwo zwischen Baptisten und Brüdergemeinden angesiedelt werden könnte.
In der Predigt vor der Trauung ging es im Besonderen darum, wie der Glauben die beiden zu Trauenden verändert hat und wie sie für den Herrn brennen. Wie wichtig es ihnen war, dass der Partner auch gläubig ist und begeistert vom Glauben ist. Wie beide ein echtes Herz für Evangelisation haben. Dass sie Kommilitonen im Studium mit in die Gemeinde brachten. Mit Arbeitskollegen über das Evangelium sprachen. Bei Bibelverteilaktionen mitmachten. Wie sie durch ihre eigene Bekehrung geändert wurden. Ein Punkt im Leben, der eine echte Wende darstellte. Es ging um das biblische Bild von Mann und Frau (das im Rahmen des Gender Mainstreaming sicher sehr altbacken wirkt, aber gleichzeitig die heilsame Werte Gottes darstellt. Die Frau, genommen vom Mann, um ihn zu ergänzen. Der Mann, genommen von der Frau, dass er nicht mehr über sich selbst verfügt, sondern zu weiten Teilen von seiner Frau bestimmt wird (1. Kor. 7:4). Ein Paar, das verschmilzt, auch durch Sexualität, und das, wie es Gott selbst sagte, durch nichts mehr auseinandergebracht werden soll. Die gleichwertig sind vor dem Herrn. Wo die Frau vom Mann höher geschätzt wird, als er sich selbst sieht und wo der Mann von seiner Frau unterstützt wird, während er gemäß des Wortes Gottes eine Leitungsposition in der Ehe hat.).
Viele ungläubige Freunde und Verwandte waren da und hörten der Predigt und der danachfolgenden Trauung zu.
Braut und Bräutigam reichten sich die Hand und der trauende Mann und danach der Trauzeuge und die Trauzeugin beteten für das Paar. Um Segen für die Ehe, um Segen für die Feier, in voller Dankbarkeit Gott gegenüber.

Danach fand die Feier statt, wo ein großer Teil, wenngleich auch nicht alle, der beim Gottesdienst anwesenden Gäste eingeladen waren.
Obwohl es in der Gemeinde, wo die beiden herkamen und sich trauen ließen, keine Sanktionen, wie man sie von den Zeugen Jehovas kennt, gibt, verhielten sich alle Gäste äußerst zuvorkommend und angenehm. Viele Gespräche über den Glauben fanden statt, niemand betrank sich (auch wenn man sich problemlos hätte betrinken können). Jeder aß und trank und freute sich, wie es sein Gewissen zuließ. Der DJ legte die auf Hochzeiten übliche Musik auf. Offenbar ließ er bewusst Songs weg, die vollkommen unter der Gürtellinie sind und die man häufig auf "normalen" Hochzeiten hört. Aber es war kein auffälliger Unterschied feststellbar.
Nur sehr wenige rauchten, vielleicht etwas mehr als 5% der Anwesenden. Während hier angemerkt sein soll, dass bei einer Hochzeit von Zeugen Jehovas das Getuschel gleich sehr groß ist, wenn einer ein drittes Bier bestellt oder seine Krawatte zu früh abnimmt. Für mich stets eine Atmosphäre unangenehmer gegenseitiger Kontrolle. Diese fehlte auf dieser Hochzeit vollständig. Jeder schien sich automatisch und von Herzen anständig zu verhalten, ohne die Augen auf dem Verhalten anderer zu haben.

Ich sprach mit einem Pärchen, das nicht gläubig war und mit dem Paar befreundet ist. Sie sagten, dass sie die Atmosphäre außerordentlich besonders und schön finden. Es sei außergewöhnlich, wie sich alle verhalten, gemessen an dem, was sie eigentlich kennen.
Wir tauschten uns über verschiedene Ansichten, auch den Glauben betreffend aus. Über das Evangelium. Dass wir von Gott getrennt und in Sünde gefallen sind, wie wir tagtäglich an Krankheiten, Behinderungen, Unfällen und Tod merken. Hierin hatten sie eine andere Sichtweisen. Das Leben als Fluss, das immer wieder in anderer Form irdisch stattfindet. Der Mensch als Tier, der ihm in keinster Weise überlegen ist. Wir fanden es spannend, uns konstruktiv über unsere unterschiedlichen Ansichten zu unterhalten und sie merkten, dass ich und andere, mit denen sie sich unterhielten, ein Fundament für unseren Glauben haben, das nicht oder nicht nur auf Gefühlen beruht. Sondern dass ich festgestellt habe, dass dies alles die Wahrheit ist. Ich sagte, dass ich insofern tiefenentspannt bin, dass wenn jemand zu mir sagt, er hält meinen Glauben für Unsinn und möchte ihn mir widerlegen, ich der erste bin, der sich auf ein Gespräch bei Bier oder Kaffee zur Verfügung stellt. Wenn mir jemand meinen Glauben wiederlegen kann und er tatsächlich unsinnig sein sollte, so würde ich nicht mehr daran glauben. Warum auch? Ich glaube daran, dass dies nicht möglich ist, weil sich mein Glaube als absolut wahr erwiesen hat. Doch, rein hypothetisch gesprochen, könnte ich mich irren und das gestehe ich mir gerne zu. Daher bin ich ganz entspannt. Ich habe mein halbes Leben lang mit dem Glauben an Gott gehadert und habe einen Abschluss in Evolutionsbiologie. Wer also über Sinn und Unsinn des Glaubens reden möchte - jederzeit gerne.
Ich merkte, dass das Paar zum Nachdenken kam. Könnte es sein, dass an diesem christlichen Jesusglauben wirklich mehr dran ist?
Wir kamen auf das Thema Channeling. Einen bestimmten Autor, der sagt, er habe mit Gott persönlich geredet und dieser habe ihm im Detail erklärt, dass er kein richtender Gott sei und dass wir hier auf der Erde sind, um Erfahrungen zu machen und nicht wie es die Bibel sagt - hier musste ich erstmal meine biblische Ansicht darüber darlegen -, dass wir geistig gesehen tot sind und ins ewige Verderben gehen und dass wir einen Erlöser brauchen. Dass wir ohne Jesus völlig heillos sind und uns schon gar nicht durch eigene Werke irgendetwas verdienen könnten .
Hierbei wurde mir bewusst, dass wirklich sehr viele esoterische und philosophische Werke darin übereinstimmen, dass Gott NUR Liebe sei und kein Richter. Dass wir KEINEN Erlöser bräuchten, sondern unser Leben schon so komplett vollständig und gut sei, wenn wir es doch nur endlich annehmen und leben würden. Und genau dies sehe ich als eine dämonische Botschaft. Sie ist der Ansicht Gottes, wie sie in der Bibel nachgelesen werden kann, diametral entgegen gesetzt. Nun die Frage: Ist es nur ein Zufall, dass wir hier Gegenpole haben oder zeigt dies, dass tatsächlich höhere Kräfte in Bezug auf diese Ansichten am Werk sind? Wie kann sich dies erklärt werden, wenn es nichts Höheres gäbe bzw. wie vernünftig und logisch wäre ein atheistischer Erklärungsversuch?
Des Weiteren fiel auf, dass Menschen, die nicht an Jesus glauben, ihren eigenen Gott haben, von dem sie absolut fasziniert sind und für den sie alles geben. Ernährung, Umweltschutz, Sport, Aussehen, Geld, Karriere, Poetry Slams, Pick-Up-Art. Es scheint, als würde die Leere, in der bei mir Gott ist, durch diese Dinge ausgefüllt werden. Und gerade beim Thema Umweltschutz stellt sich mir die Frage, wo der Nutzen ist, wenn alles, was das Leben bringt, im besten Fall sieben bis acht Jahrzehnte Leben sind. Wo ist der Nutzen diese für die nachkommende Generation zu nutzen, wenn ich selbst davon nichts mehr mitbekomme? Was habe ich von diesem Altruismus?
Wenn ich nach dem Tode danach beurteilt werde, inwieweit ich diese Welt verbessert habe, macht es Sinn. Aber genau daran glaubt ein Atheist nicht und ein Agnostiker i.d.R. auch nicht. Doch gerade im Bereich Umweltschutz hat man es meiner Beobachtung nach sehr häufig mit Agnostikern zu tun, die nicht an Gott glauben oder zumindest glauben, dieser Gott will, wenn es ihn denn gäbe, wenig mit uns zu tun haben. Wozu also das Ganze? Und wenn ich deswegen Umweltaktivist bin, weil ich glaubte, dafür nach dem Tode belohnt zu werden, dann wäre die Frage doch mal sehr spannend, worauf dieser Glaube gründet und ob der christliche Glaube nicht noch besser begründet ist.
Es hat sich mir die Frage gestellt, ob es auch in anderen Kreisen diese Art und Güte von einer positiven Atmosphäre, einem zwischenmenschlich absolut einwandfreien Verhalten und der festen Glaubensüberzeugung, dass Jesus Christus Realität und Herr ist, zu dem man eine persönliche Beziehung hat, gibt. Wie ist es in anderen Kreisen? Fühlt man sich auch so, wenn man auf einer Hochzeit tiefgläubiger Muslime ist? Oder tiefgläubiger Hindus? Nach allem, was ich weiß, ist das weltweit absolut einzigartig und nur unter wiedergeborenen Christen zu finden. Der Glaube nimmt Gestalt an und erwies sich bei diesem freudigen Ereignis als absolut erfahrbare Realität, die keinesgleichen in der Welt hat. Das merkten wohl auch die ungläubigen Gäste nach eigener Aussage.
Ich weiß, wie es bei Jehovas Zeugen ist. Dort raucht niemand, weil er dafür ausgeschlossen werden würde. Dort trinkt niemand übermäßig, weil er ansonsten von den Ältesten streng ermahnt und sanktioniert werden würde. Dort ist jeder bewusst freundlich, weil das in jedem zweiten Wachtturm-Studienartikel als überaus wichtig vermittelt wird. Dort kommt man gerne mit ungläubigen Gästen ins Gespräch, um ihnen zu zeigen, dass Jehovas Zeugen ganz normale Menschen seien. Und weil man nur ewiges Leben bekommen wird, wenn man die Gelegenheiten auch genutzt hat, um mit anderen über seinen Glauben zu reden.
Auf der Hochzeit der beiden wiedergeborenen Christen war es anderes: Niemand benahm sich daneben, weil er es von Innen heraus so wollte. Es war absolut zwanglos. Vielen sah man an, dass sie den Herrn liebten. Die Trauungspredigt war frei von Herzen getextet und wurde nicht von einer Organisation vorgegeben. Gebete wurden im Bewusstsein gesprochen, dass es Worte zwischen uns und unserem Vater im Himmel sind. Freies Denken und freier Austausch war überaus erwünscht.

So hat mich Gott also in einer Hochzeit berührt und mir gezeigt, was echter Glaube bewirkt und wie real und verändernd und bereichernd er für ein Kind Gottes ist und sogar, dass Außenstehende merken, dass da etwas anders ist, obwohl man gerade mit keinen Sektenanhängern zu tun hat. Jeder Gast hätte problemlos alles infrage stellen können. Einer meinte nach der Trauung: Boah, bei dem Frauenbild sind ja 400 Jahre Aufklärung umsonst gewesen. Ja, es ist doch großartig, wenn sich jemand öffnet, wenn man Gedanken frei äußern kann, wenn man sprechen kann und den Verstand zum Denken benutzt, den Gott uns geschenkt hat.
Ich glaube daran, dass das Ergebnis ein Beschäftigung mit wiedergeborenen Christen und ihrer Glaubensgrundlage, der Bibel, sein wird, dass einfach mehr dran sein muss. Es gibt jedoch eine Ausnahme: Derjenige, der nicht glauben will, wird immer genug Gründe finden, nicht zu glauben. Ich glaube, dass dem so ist, weil Gott uns unseren freien Willen auch frei benutzen lässt. Er will niemand, der widerwillig an ihn glaubt, nur weil es rational wäre, an ihn zu glauben. Derjenige kann frei sein Leben leben, wie er es leben will. Wer aber aufrichtig zu Gott kommt und ihn darum bittet, zu erkennen, ob dies nun wahr ist oder nicht und der dann auch noch die Liebe Gottes annehmen wollen würde, wenn sie denn wahr ist - ich glaube derjenige wird gläubig und ein Kind Gottes werden. Ihm wird auch aufgehen, dass Jesus die Schuld von einem nimmt, und das nicht aufgrund von unseren Taten, sondern ohne Gegenleistung (deswegen bezeichnet man es auch als Gnade - sonst wäre es ja ein Lohn, wie Paulus argumentiert, z.B. in Rö. 11:6). Das Plädoyer Jesu lautet: Ich vergebe dir, nun sündige nicht mehr. Das Plädoyer von Religionen und Sekten lautet: Sündige nicht mehr, und vielleicht ist dir Gott gnädig.

In Liebe

Kyp

Sonntag, 1. Dezember 2019

Das Frauenpastorat im Lichte des Neuen Testaments: Eine Zusammenfassung

Darf eine Frau in der Gemeinde lehren?

Eine kleine Zusammenfassung, die ich für eine Bekannte schrieb und vielleicht auch für andere Menschen nützlich sein könnte:
Ich war vor meiner Bekehrung absolut "historisch-kritisch" (liberaltheologisch). Deswegen kenne ich die Argumentation sehr gut. Gleichzeitig habe ich in dieser Zeit die Bibel eher so angesehen: Sie ist an vielen Stellen vielleicht nur ein historisches Zeugnis, sie hat auch Fehler und Widersprüche und ist TROTZDEM Gottes Wort, weil überall Gott hindurchscheint. Im Ergebnis hatte ich einen toten Glauben ohne Frucht. Es gab nichts, was meinen Glauben gerechtfertigt hätte (Jak 2, Rö 8) oder was mich sichtlich von anderen unterschied. Weder meine Ansichten, noch mein Handeln. Gott hat mir alle diese Zweifel genommen und mir einen sehr fundierten Glauben an sein Wort geschenkt. Seitdem habe ich gemerkt, dass ich mir nicht die Bibel zurechtinterpretieren sollte, sondern ich mich nach der Bibel ändern sollte und ihr folgen.
Ich glaube das biblische Zeugnis zu Homosexualität ist eindeutig. Gleichzeitig würde ich jedem homosexuellen Christen erstmal sagen: Bete darüber, ließ aufrichtig die ganze Bibel unter diesem Aspekt, besonders die Lehrbriefe (die m. M. n. alles für Christen Verbindliche beinhalten) und entscheide dann mit Gott.
Genauso sehe ich's bei der Frauenfrage: Ich bin nicht Gott, dass ich darüber endgültig urteilen kann. Ich habe das Licht, das mir der Heilige Geist darüber geschenkt hat und von dem ich überzeugt bin und alles andere ist nicht mein Verantwortungsbereich. Ja, Paulus schließt das Frauenpastorat aus.
Bei den prophetischen Eindrücken, die du erwähnst und die dich davon überzeugt haben, dass du als Pastorin mit Gottes Segen tätig sein solltest, kann ich jetzt natürlich nicht mitreden, weil ich sie nicht miterlebt habe. Allgemein glaube ich, dass der Geist nichts tut, was dem offenbarten Wort widerspricht. Im NT heißt es, dass die Gläubigen in der Lehre der Apostel verharrten (>> Lehrbriefe) und dass der Glauben ein für allemal offenbart wurde (>> Lehrbriefe), außerdem, dass der Geist in alle Wahrheit leiten würde, nach Jesu Auferstehung, was ja offenbar auch durch die Lehrbriefe geschah. Daher halte ich es für sehr fraglich, ob der Geist dann wirklich quasi sagte: Das checken die dann schon, dass das gar nicht für deren Zeit geschrieben war. Ich sage ja nur gleichzeitig, dass DAS deren Glaubensfundament für ihre Ansichten sein soll. (Mit den Lehrbriefen sind die NT-Bücher Römer bis Judas gemeint.)
Nicht ich habe etwas gegen das Frauenpastorat - Paulus hat etwas dagegen.

Es ist ein sehr sensibles Thema, aber ich hoffe, du hast gemerkt, dass ich keinen Feldzug gegen andere Meinungen führe, sondern lediglich eine Meinung habe.
(Du hattest ja gefragt, wie ich es sehe.)

Dienstag, 20. August 2019

Die Neue-Welt-Übersetzung und Rettung allein aus Gnade (sola gratia)


Jehovas Zeugen glauben nicht an Rettung allein aus Gnade. Der Wachtturm-Studienartikel vom 01.06.2005 trägt bspw. den Titel "Gerettet durch unverdiente Güte, nicht allein durch Werke", während Paulus z.B. auch in Römer 3:23, 24 sagt, dass der Christ "ohne Verdienst", nicht wegen seiner Werke, gerettet ist und in Epheser 2:8, dass es nicht aus Werken ist. 

Es ist der Hauptpfeiler des biblischen Evangeliums, dass Gott uns nicht zusätzlich zu unseren Werken aus Gnade gerettet hat, sondern allein aus Gnade. Er hat nichts Besonderes im wiedergeborenen Christen erkannt, das ihn besser hätte dastehen lassen, als es andere Menschen tun. "Jehovas Zeugen" hingegen glauben daran, dass Gott in jedem Menschen, den er zu "seiner Organisation führte", etwas Wertvolles erkannt hätte, das andere Menschen nicht hätten (auch in Formulierungen wie solchen wird die Organisation an einen Platz gestellt, der nur Jesus gebührt, denn die Bibel sagt, wir müssen zu Jesus kommen, nicht zu einer Religion oder Organisation).
Ist denn mein Verständnis vom Evangelium biblisch? Im Folgenden habe ich die m.E. klarsten Bibelstellen, zum Thema zusammengestellt, kategorisiert nach (1) Stellen, in denen die Neue-Welt-Übersetzung die Rettung allein aus Gnade verschleiert und (2) Stellen, in denen man auch in der Neuen-Welt-Übersetzung die Rettung allein aus Gnade erkennen kann (wenngleich oft durch etwas eigentümlich anmutende Wortwahl). Ich zitiere jeweils aus der Schlachterübersetzung, der NWÜ 2017 und der NWÜ 1986;


Stellen, in denen in der Neuen-Welt-Übersetzung die Rettung allein aus Gnade unterdrückt wird



Johannes 5:24

„24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen.“
- Schlachter 2000

„Eins steht fest: Wer auf mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, hat ewiges Leben und wird nicht verurteilt, sondern ist vom Tod zum Leben hinübergewechselt.“
- NW 2017 (Neue-Welt-Übersetzung Version von 2017)

„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer auf mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, hat ewiges Leben, und er kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tod zum Leben hinübergegangen.“
- NW 1986 (Neue-Welt-Übersetzung Version von 1986)


1. Thessalonicher 5:9, 10

„9 Denn Gott hat uns nicht zum Zorngericht bestimmt, sondern zum Besitz des Heils durch unseren Herrn Jesus Christus, 10 der für uns gestorben ist, damit wir, ob wir wachen oder schlafen, zusammen mit ihm leben sollen.“
- Schlachter 2000

Gott hat uns nämlich nicht dazu bestimmt, seinen Zorn zu verspüren, sondern durch unseren Herrn Jesus Christus gerettet zu werden. 10  Er ist für uns gestorben, damit wir, ob wir wach bleiben oder schlafen, mit ihm zusammen leben.“
- NW 2017

„denn Gott hat uns nicht zum Zorn bestimmt, sondern zum Erwerben der Rettung durch unseren Herrn Jesus Christus. 10  Er ist für uns gestorben, damit wir, ob wir wach bleiben oder entschlafen sind, mit ihm zusammen leben sollten.“
- NW 1986


Stellen, in denen in der Neuen-Welt-Übersetzung (Version 2017) die Rettung allein aus Gnade sichtbar ist


Epheser 2:8, 9

„8 Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch — Gottes Gabe ist es; 9 nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.“
- Schlachter 2000

„8  Dank dieser unverdienten Güte seid ihr durch Glauben gerettet worden. Und das habt ihr nicht euch selbst zu verdanken, sondern es ist ein Geschenk von Gott. 9  Nein, es ist nicht Taten zu verdanken, damit kein Mensch Grund hat, sich zu rühmen.“
- NW 2017

„8  Durch diese unverdiente Güte seid ihr tatsächlich durch Glauben gerettet worden; und dies habt ihr nicht euch zu verdanken, es ist Gottes Gabe. 9  Nein, es ist nicht Werken zu verdanken, damit kein Mensch Grund zum Rühmen habe.“
- NW 1986


Titus 3:4-7

„4 Als aber die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes, unseres Retters, erschien, 5 da hat er uns — nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, die wir getan hätten, sondern aufgrund seiner Barmherzigkeit — errettet durch das Bad der Wiedergeburt und durch die Erneuerung des Heiligen Geistes1, 6 den er reichlich über uns ausgegossen hat durch Jesus Christus, unseren Retter, 7 damit wir, durch seine Gnade gerechtfertigt, der Hoffnung gemäß Erben des ewigen Lebens würden.“
- Schlachter 2000

„4  Als jedoch die Güte Gottes, unseres Retters, und seine Liebe zur Menschheit offenbar wurden 5  (nicht weil wir irgendwelche gerechten Taten vollbracht hatten, sondern wegen seiner Barmherzigkeit), rettete er uns durch das Bad, das uns zum Leben brachte, und durch unsere Erneuerung durch heiligen Geist. 6  Diesen Geist goss er durch Jesus Christus, unseren Retter, reichlich über uns aus, 7  damit wir, nachdem wir durch seine unverdiente Güte für gerecht erklärt worden sind, das ewige Leben erben, auf das wir hoffen.“
- NW 2017

„4  Als jedoch die Güte und die Liebe zum Menschen auf seiten unseres Retters, Gottes, offenbar wurde, 5  rettete er uns, nicht zufolge von Werken, die wir in Gerechtigkeit vollbracht hätten, sondern gemäß seiner Barmherzigkeit durch das Bad, das uns zum Leben brachte, und durch unsere Erneuerung durch heiligen Geist. 6  Diesen [Geist] goß er durch Jesus Christus, unseren Retter, reichlich über uns aus, 7  damit wir, nachdem wir kraft dessen unverdienter Güte gerechtgesprochen worden sind, Erben würden gemäß einer Hoffnung auf ewiges Leben.“
- NW 1986


2. Timotheus 1:9

„9 Er hat uns ja errettet und berufen mit einem heiligen Ruf, nicht aufgrund unserer Werke, sondern aufgrund seines eigenen Vorsatzes und der Gnade, die uns in Christus Jesus vor ewigen Zeiten gegeben wurde“
- Schlachter 2000

„9  Er hat uns gerettet und uns mit einer heiligen Berufung berufen, aber nicht wegen unserer Taten, sondern weil es sein Wille war und aus unverdienter Güte. Diese wurde uns in Verbindung mit Christus Jesus schon vor langen Zeiten geschenkt,“
- NW 2017

„Er hat uns gerettet und uns mit einer heiligen Berufung berufen, nicht aufgrund unserer Werke, sondern aufgrund seines eigenen Vorsatzes und unverdienter Güte. Diese wurde uns in Verbindung mit Christus Jesus vor langwährenden Zeiten verliehen,“
- NW 1986

  
Römer 3:23, 24

„denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten, sodass sie ohne Verdienst gerechtfertigt werden durch seine Gnade 6 aufgrund der Erlösung, die in Christus Jesus ist.“
- Schlachter 2000

„Schließlich haben alle gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes. 24  Doch als Geschenk werden sie durch seine unverdiente Güte für gerecht erklärt aufgrund der Befreiung durch das von Christus Jesus bezahlte Lösegeld.“
- NW 2017

„Denn alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes, 24  und als freie Gabe werden sie durch seine unverdiente Güte gerechtgesprochen aufgrund der Befreiung durch das von Christus Jesus [bezahlte] Lösegeld.“
- NW 1986


Römer 11:6

„Wenn aber aus Gnade, so ist es nicht mehr um der Werke willen; sonst ist die Gnade nicht mehr Gnade; wenn aber um der Werke willen, so ist es nicht mehr Gnade, sonst ist das Werk nicht mehr Werk.“
- Schlachter 2000

„Wenn es nun aus unverdienter Güte ist, dann ist es nicht mehr aufgrund von Taten. Sonst wäre die unverdiente Güte nicht mehr unverdiente Güte.“
- NW 2017

„Wenn es nun durch unverdiente Güte ist, ist es nicht mehr zufolge von Werken; sonst erweist sich die unverdiente Güte nicht mehr als unverdiente Güte.“
- NW 1986


1. Johannes 5:11-13

„11 Und darin besteht das Zeugnis, dass Gott uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn. 12 Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht. 13 Dies habe ich euch geschrieben, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes, damit ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt, und damit ihr [auch weiterhin] an den Namen des Sohnes Gottes glaubt.“
- Schlachter 2000

„11  Und darin besteht das Zeugnis: dass Gott uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn. 12  Wer mit dem Sohn verbunden ist, hat dieses Leben. Wer nicht mit dem Sohn Gottes verbunden ist, hat dieses Leben nicht. 13  Ich schreibe euch das alles, damit ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt, ihr, die ihr an den Namen von Gottes Sohn glaubt.“
- NW 2017

„11  Und darin besteht das gegebene Zeugnis, daß Gott uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn. 12  Wer den Sohn hat, hat dieses Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, hat dieses Leben nicht. 13  Ich schreibe euch diese Dinge, damit ihr wißt, daß ihr ewiges Leben habt, ihr, die ihr an den Namen des Sohnes Gottes glaubt.“
- NW 1986

Freitag, 25. Januar 2019

Was lehrt die Bibel über den Tod und den Zustand der Toten?

Folgende Abhandlung ist entstanden, als sich ein Bruder rein anhand der Bibel mit dem Thema "Zustand der Toten" beschäftigt hat. An vielen Stellen merkt man, dass er aus der Sicht eines mit der Lehre der Zeugen Jehovas Vertrauten geschrieben ist. Nichtsdestotrotz rein anhand von Bibelstellen argumentiert und ist so für jeden Wahrheitssucher nützlich. Offensichtlich spricht die Bibel eine klare Sprache zu dem Thema. Auch inwieweit in Gottes Augen Ungerechte Menschen eine zweite Chance bekommen und inwieweit der Tod ein schlafähnlicher Zustand sei. Die Abhandlung ist außerdem in gedruckter Form an manchen bibeltreuen Informationsständen in deutschen Innenstädten erhältlich. Man sollte eigentlich meinen, dass man hunderte Seiten dicke Bücher über die Aussagen der Bibel zum Zustand der Toten schreiben könnte. Aber de facto gibt es nur die nachfolgend genannten 35-40 Bibelstellen, die darüber sprechen. Mehr eindeutige Stellen gibt es nicht in der Bibel. Eine PDF-Version des Artikel ist hier abrufbar.

Was sagt die Bibel über den Tod und den Zustand der Toten?


Ist der Tod ein schlafähnlicher Zustand, wie es Salomo (Prediger 9) und Jesus (Joh. 11) anzudeuten scheinen?

Ist der Tod identisch mit Nichtexistenz oder existiert etwas nach dem körperlichen Tod weiter?



Wenn nicht anders vermerkt zitiert aus der Schlachter-Übersetzung (SCH2000)

I. Was bezeichnet die Bibel als „Seele“?